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Moviesfera-Redaktion
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Monarch: Der Neustart der 3. Staffel ist klug, aber nicht die Menschen sind schuld

Apple und Legendary wollen laut Berichten neue Autoren und neue Titanen für Monarch. Der Instinkt stimmt, doch das Problem war nie zu viel Menschendrama, sondern die falsche Balance.

Veröffentlicht
29. Oktober 2026
Lesezeit
3 min
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Foto: BPKEVIN01 / Wikimedia Commons (CC0)

Wenn eine Serie im Godzilla-Universum einen „Neustart“ braucht, drängt sich die naheliegende Frage auf: Was hat sie eigentlich mit all der Bildschirmzeit gemacht, statt Monster zu zeigen? Monarch: Legacy of Monsters könnte darauf bald eine Antwort geben, und die ist komplizierter als „zu viele Leute, die in Räumen reden“.

Nichts ist offiziell, aber die Richtung ist aufschlussreich

Deadline berichtet, dass Apple TV und Legendary Television über eine Verlängerung um eine dritte Staffel verhandeln, die der Serie eine neue Richtung geben würde, mit neuen Titanen aus dem Monsterverse. Gesucht werden ein neuer Showrunner und neue Autoren, die das Team der Staffeln 1 und 2 unter Chris Black ersetzen sollen. Black hat die Serie gemeinsam mit Matt Fraction entwickelt.

Nichts ist endgültig. Collider weist darauf hin, dass sich Staffel 3 in Entwicklung befindet, aber noch nicht grünes Licht erhalten hat, und dass unklar ist, ob Godzilla und Kong auftreten oder ob Figuren aus den ersten beiden Staffeln zurückkehren. Branchenmedien sprechen von einem Reboot oder Soft-Reboot, doch das ist ihre Deutung, kein bestätigter Plan.

Die These vom Menschendrama ist zu einfach

Die naheliegende Lesart lautet, die Familiensagas hätten die Serie versenkt, nun müssten endlich die Monster übernehmen. Das überzeugt uns nicht, zumindest nicht in dieser Form. RogerEbert.com argumentierte, die Serie habe etwas für das Franchise Neues geschafft: Sie gebe dem Monsterverse überzeugende menschliche Figuren. IGN beschrieb Staffel 2 als Serie, die das Kaiju-Bedürfnis stillt und dabei figurenorientiert bleibt. Das sind keine Kritiken einer Serie, die unter ihren Menschen zusammenbricht.

Die maßvollere Kritik stammt aus der Rezension von CBR zu Staffel 2. Sie bietet demnach größere Monster- und Figurenmomente, „hat aber weiterhin Schwierigkeiten“. Das passt zu dem, was wir für das eigentliche Problem halten: eine Struktur, die zwischen den 1950er-Jahren und der Gegenwart hin- und herschnitt, sodass jeder Auftritt eines Titanen mit einem Familiengeheimnis konkurrierte. Wer die Aufmerksamkeit auf zwei Zeitebenen verteilt, kann einem Monster selten Raum zum Atmen geben.

Unsere Einschätzung, und es ist nur eine Einschätzung: Nicht die Menschen waren der Fehler, sondern das Verhältnis. Geschichten über Riesenmonster leben vom Staunen, und Staunen braucht Zeit. Eine Kreatur, die auftaucht, einen Handlungspunkt auslöst und wieder verschwindet, wird nie zum Ereignis.

Der Neustart funktioniert nur, wenn die Titanen die Geschichte sind

Hier wird der Reboot interessant. Berichten zufolge würde die neue Staffel neue Titanen zeigen, und ein Medium merkt an, Staffel 2 habe Rodan angeteasert. Wenn ein Titan zum Rückgrat der Staffel wird und nicht zur Kulisse eines Thrillers um eine Geheimorganisation, könnte die Serie endlich eine Identität bekommen, die die Filme nicht kopieren können. Filme liefern zwei Stunden Spektakel. Eine Serie kann die Folgen zeigen: die Evakuierung, die Aufräumarbeiten, die Bürokratie des Lebens neben etwas von der Größe eines Wolkenkratzers.

Das Risiko ist allerdings real. Wer das Team ersetzt, das den wohl meistgelobten Pluspunkt der Serie aufgebaut hat, nämlich ihre Figuren, behält womöglich die Monster und verliert den Grund, aus dem die Leute mitfieberten. Ein neuer Writers’ Room muss dieses Handwerk erben, nicht nur das Budget für größere Fußabdrücke. Und wenn Staffel 3 die bisherige Besetzung ganz fallen lässt, ist das ein Wagnis, das Apple mit besserem Erzählen über die Kreaturen rechtfertigen sollte, nicht nur mit Neuheit.

Hinzu kommt die dichte Nachbarschaft. Collider merkt an, dass Godzilla x Kong: Supernova im nächsten Frühjahr ins Kino kommt. Außerdem ist eine eigene Serie um Lee Shaw in Arbeit, in der Wyatt und Kurt Russell zurückkehren, angesiedelt im Jahr 1984 zwischen Kalte-Kriegs-Intrigen und Riesenmonstern. Das ist für Monarch relevant. Wenn Shaws Geschichte eine eigene Serie bekommt, muss die Hauptserie weniger um ihn kreisen. Wir sehen darin ein starkes Argument dafür, Staffel 3 von etwas ganz anderem handeln zu lassen.

Fazit

Das ist ein guter Instinkt, aber kein guter Plan, denn einen Plan gibt es noch nicht. Ein frisches Kreativteam und neue Titanen sind die richtige Diagnose, wenn die Diagnose lautet: „Die Balance stimmte nicht.“ Es ist die falsche, wenn sie lautet: „Menschen sind langweilig.“

Unsere Empfehlung an Apple und Legendary: ein bis zwei menschliche Ankerfiguren behalten, jede Folge um eine Kreatur statt um eine Verschwörung aufbauen und sich auf eine einzige Zeitebene festlegen. Dann könnte der Reboot jene Version von Monarch sein, die ein Fernsehbudget rechtfertigt. Wer darauf verzichtet, hat ein Autorenteam gegen ein anderes getauscht und ein neues Monster gegen dasselbe Problem.

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